Unterlagen zur Dokumentation eines Pitch-Prozesses

Nachrichten aus der Marketingbranche berichten häufig über den Ausgang von Ausschreibungen — seltener über die Qualität des Verfahrens. Für Auftraggeber in Deutschland ist saubere Dokumentation kein Selbstzweck: Sie schützt vor internen Nachfragen und gegenüber teilnehmenden Agenturen.

Vor der Einladung

Halten Sie fest, warum der Pitch stattfindet (Vertragsende, Unzufriedenheit, strategischer Neuaufsatz) und welche internen Stakeholder stimmberechtigt sind. Fehlt diese Klarheit, entstehen Shortlists nach Zuruf.

Während des Verfahrens

Protokollieren Sie, welche Unterlagen alle Agenturen erhalten haben und wann Nachfragen beantwortet wurden. Unterschiedliche Informationsstände sind ein häufiger Kritikpunkt in der Agenturwirtschaft — und später Stoff für Branchenmeldungen, die Sie nicht brauchen.

Nach der Entscheidung

Eine kurze schriftliche Begründung an alle Teilnehmenden (auch Absagen) gehört zur professionellen Praxis. Nennen Sie Kriterien, nicht Personen. Ob Sie den Ausgang öffentlich kommunizieren, bleibt Ihnen überlassen; wenn doch, sollten Zahlen und Rollen stimmen.

Hilfestellung

Wer als Auftraggeber den Markt beobachtet, ohne selbst zu pitchen, findet im Ausschreibungs-Monitoring Hinweise auf laufende Verfahren in verwandten Branchen — nützlich für Timing und Kapazitätsplanung.

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